Korrekturen mit Rotstift kennt jeder aus seiner Schul- oder Studien-Zeit. Kaum einer haben Sie geliebt. Für einige Menschen war dies aber eine mehr oder minder schmerzhafte Folter.
Farben wirken Wunder. Empfinden Sie das auch so?
Lassen Sie sich folgende Geschichte erzählen.
Meiner Bekannten Maria schenkte ich zum Geburtstag ein Schreib-Etui in der Farbe rot. Ich fand es schick und sehr modisch. Maria packte dieses Geschenk neugierig aus. Beim Anblick der roten Stifte verfinsterte sich ihre Miene.
Was hatte ich da getan?
Eine Reise in die Schulzeit
In Gedanken lief bei ihr ein Film ab. 25 Jahre zurück drehte sich der Uhrzeiger. Sie sah sich in der Schule sitzen. Ihr Deutsch-Lehrer gab die Aufsätze zurück. Sie hatte viel Zeit und Übung in diese Buch-Beschreibung investiert. Das Lesen eines Buches fiel ihr nicht leicht. Nach dem Lesen tauschten Sie sich viele Stunden mit ihrer Mutti darüber aus. Ihre Erkenntnisse sprachen aus diesem Aufsatz. Sie verarbeitete in dem Konzept ihre ganzen Erfahrungen. Das anschließende Schreiben gab ihr ein gutes Gefühl. Sie sah sich den ausgehändigten Aufsatz an.
Sie sah nur noch ROT!
Ihr sprangen massiv die vielen roten Striche, Anmerkungen und als i-Tüpfelchen - die schlechte Zensur entgegen. Schnell nahm Sie das Schriftstück und versteckte es in ihrem Schul-Ranzen. Wieder einmal hatte ihr Lehrer zu wenig Gutes an ihrer Arbeit gefunden. Die Farbe Rot war untrennbar mit dem Lehrer und einem schlechten Gefühl verbunden.
Ein »roter« Brief entsteht
Wieder aus der Vergangenheit zurückgekehrt, sah Sie mich traurig an. Ich verstand ihre Abneigung gegen mein Geschenk. Mir kam eine Idee. Der rote Stift war ein Zeichen. Ich bat Sie, mit diesem Schreib-Gerät und keinem Anderen einen Brief an ihren ehemaligen Lehrer zu schreiben.
Mit spitzen Fingern nahm sie ihn, suchte passendes Briefpapier und fing an. Mit Erstaunen sah ich zu. In kürzester Zeit war Sie fertig. Alle Emotionen, alle negativen Gefühle, alle Wünsche fanden ein Platz in diesem einmaligen Brief an den Lehrer. Es waren viele Seiten geworden. Als Abschluss faltete Sie diese drei Blatt Papier und verstaute sie in einem Briefkuvert. Die Farbe rot strahlt in Zukunft wieder.
Vielleicht haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht, die mehr oder weniger tief eingraviert sind. Eine passende Lösung gibt es dafür nicht. Der Lehrer könnte durch Kenntnis des Lerntyps die Schüler anders behandeln. Ein Gespräch mit dem Lehrer hätte Maria nicht so tief getroffen. Doch der Lehrer wusste das nicht. Maria hätte ihren Lehrer aufklären können. Geschriebene Worte konnten Sie sehr verletzen. Aber auch sie war ahnungslos.
Farben, Bilder, Stimmen, Gefühle ...
Es müssen nicht Farben sein.
Stimmen,
Worte,
Berührungen
verletzen Sie mehr oder weniger. Was genau es bei Ihnen ist, ein Lern-Coaching kann es ans Licht bringen.
Damit Sie auch in Zukunft besser ohne Verletzung leben.
»Man muss sich um die Menschen kümmern,
denn auf Gutes reagieren sie immer mit erhöhtem Einsatz.«
Boris Nikolajewitsch Jelzin
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