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Selbstmanagement im Alltag
von Sven Lehmann
Das WM-Prinzip und seine Anwendung
(Wichtigkeits-Motivations-Prinzip)
Das Selbstmanagement scheitert oft im Alltag.
Es gibt sicher eine ganze Reihe von Gründen, warum das so ist.
Ein Grund dafür ist das Scheitern der dauerhafte Veränderung des persönlichen Verhaltens.
Dabei spielt die Motivation eine sehr erhebliche Rolle.
Um ganzheitlichen Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Prioritäten zu erzielen, setzen Sie die Motivation für einen Aufgabe mit deren Wichtigkeit in Beziehung.
Dabei wird die Wichtigkeit einer Aufgabe von deren Wert bestimmt.
Der Wert der Aufgabe wiederum, mißt sich daran, in welchem Maß die Erledigung diese Aufgabe Sie Ihrer Ziel-Erreichung näher bringt.
Für meine Ziel-Erreichung
nützlich => wert-volle Aufgabe => wichtige Aufgabe!
Motivation heißt in diesem Zusammenhang, die Summe aller Gründe (Bilder, Soll-Vorstellungen) zur Bewegung in Richtung eines Ziels.
Also ein energischer Aspekt.
Das heißt, Sie können den Sachverhalt jetzt - grob betrachtet -
in vier Quadranten darstellen:
Aufgaben, die wichtig sind - Sie aber nicht motivieren
(oder sogar demotivieren).
Aufgaben die wichtig sind und Sie motivieren.
Aufgaben, die weniger wichtig sind und Sie motivieren.
Aufgaben, die weniger wichtig sind und Sie nicht motivieren (P wie Papierkorb).
Wenn Sie vom Alltag ausgehen -
welche Aufgaben erledigen die meisten Menschen immer und sofort?
Meistens die Aufgaben, die sie motivieren und die wichtig sind.
Hier fühlen wir uns wohl - hier klappt alles - hier haben wir schnell Bestätigung. Leider schieben wir die Aufgaben, die wichtig sind und uns nicht motivieren, vor uns her.
Das ist ein Grund für Aufschieberietes. In den meisten Fällen werden dann diese Aufgaben dringend und der Energieaufwand zur Lösung dieser Aufgabe steigt enorm an.
Was heißt das nun konkret?
Nehmen Sie sich die wichtigste Aufgabe, die Ihnen am wenigsten Spaß macht zuerst vor (1). Wenn Sie Ihre Tagesleistungs-Kurve genau kennen, besteht auch die Möglichkeit diese Aufgaben in Ihrem Leistungsmaxima zu planen!
Für Aufgaben, die wichtig sind und Sie motivieren (bei denen Sie Spaß haben ) haben Sie meist immer noch genügend Energie, diese zu erledigen (2)!
Aufgaben die nicht so wichtig sind, bei denen Sie aber Spass haben -
können auf verborgene Talente und Potentiale hinweisen (3).
Aufgaben die Sie vielleicht sogar demotivieren, sollten Sie möglichst delegieren.
Es ist einleuchtend, dass dieses Verfahren, nur dann in Betracht kommt, wenn Sie über ein hohes Maß an Eigenbestimmtheit verfügen und Sie damit rechnen können, dass wenig Unvorhersehbares auf Sie zu kommt (keine Krisensituation).
Da in der heutigen Arbeitswelt eine eindeutige Entwicklung zu mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zu beobachten ist, wird das WM-Prinzip zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Wie bekommen Sie nun Ihren individuellen Tagesablauf heraus?
Ganz einfach - es gibt zwei gute Möglichkeiten:
Sie beobachten sich, in der Zeit, in der ihnen eine nicht motivierende Aufgabe leicht von der Hand geht - muß ein Leistungshoch liegen.
In der Zeit, in der ihnen eine motivierende Aufgabe schwer fällt - muß ein Leistungstief liegen.
Wenn sie es etwas genauer herausfinden wollen, nehmen sie zwei Aufgaben (eine motivierende und eine nicht motivierende - die beide wichtig sein müssen!) und verteilen diese über einen gewissen Zeitraum
(z. B. eine Woche oder einen Monat) zu unterschiedlichen Zeiten im Tagesablauf.
Dabei beobachten sie sich genau.
Eine kleine Bemerkung noch zu dem bekannten Sprichwort:
»Morgenstunde hat Gold im Munde.«
Dieses hat seine absolute Berechtigung!
Nur, wann diese Morgenstunde ist -
hängt von Ihrem individuellen Tagesrhythmus ab!
Diese Morgenstunde liegt ca. 2 bis 3 Stunden nach dem Aufstehen.
Die Schlafforschung hat eindeutig herausgefunden,
dass es ausgeprägte Morgen-, Tages- und Nachtmenschen gibt.
Konsequenz im Alltag
Aufgabe
Priorität
Reihenfolge
...
Spass haben
A
3
Büro aufräumen
A
2
... Motivation beachten
A ...
1 ...
usw.
Die Konsequenz für den Planungs-Alltag ist nun, dass Sie neben der üblichen Vergabe der Prioritäten eine Reihenfolge-Ziffer
(1, 2, 3) vergeben. Die zukünftige Beachtung der Beziehung von Wichtigkeit und Motivation für eine Aufgabe sichert Ihnen den entscheidenden Vorteil für Ihren Erfolg.
Die heutigen Instrumente der Planung sehen eine solche Spalte noch nicht vor.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis!
Versehen Sie einfach die vergebene Priorität mit einem Smilie
oder einem Schmolli .
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