schweißgebadet wurde Joe Mittermann in der Nacht vor einem entscheidenden Präsentationstag munter. Er hatte einen Alptraum gehabt. Stimmenlärm erscholl aus dem Saal, keiner aus dem Publikum wollte ihm zuhören. Als er dann schließlich zu reden anfing, gab es Zwischenrufe und Anfragen. Zu allem Unglück kam er dann noch aus dem Konzept. Es war das Chaos.
Was in einer solchen Situation zu tun ist, erfahren Sie in folgenden Tipps.
Meine Tipps
Tipp 1: Ruhig und gelassen bleiben
Bevor Sie sich zum Präsentationsort begeben, erinnern Sie sich noch einmal daran:
Sie sind gut vorbereitet und Sie wissen,
was Ihre Kunden wollen.
Das gibt Ihnen Sicherheit.
Tipp 2: Präsentationstechnik prüfen
Wenn es möglich ist,
prüfen Sie vorher die Präsentationstechnik:
Beamer
Overheadprojektor
Flipchart
Stifte
Rednerpult
Mikrofon
Fensterjalousien
CD-Player
Videorecorder
TV-Gerät.
Damit entgehen Sie dem sogenannten Vorführeffekt,
der peinlich ist und unprofessionell wirkt.
Tipp 3: Reaktion auf Unruhe im Publikum
Sollte das Publikum unruhig sein und sich unterhalten, dann unterlassen Sie es, um Ruhe zu bitten oder Aufmerksamkeit zu fordern. Nehmen Sie dafür eine Körperhaltung ein, die den anderen signalisiert:
Ich will etwas sagen.
Dabei schweigen Sie solange, bis alle das berühmte Fallen einer Stecknadel zu hören glauben. Und genau dann beginnen Sie zu reden.
Tipp 4: Reaktion auf Zwischenrufe
Auf Zwischenrufe können Sie in folgender Weise reagieren:
Variante 1 - Einfach überhören
Variante 2 - Schlagfertig kontern z.B.
Zwischenruf: »Wissen Sie überhaupt, wovon Sie reden?«
Antwort: »Ich schon!« oder »Sie etwa nicht?«
Variante 3 - Das Publikum einbeziehen
z.B. »Sind Sie, meine Damen und Herren, der gleichen Auffassung?«
Tipp 5: Anfragen während der Präsentation
Mit Anfragen während Ihrer Präsentation sollten Sie so umgehen:
Variante 1 - Eine kurze Antwort geben
Variante 2 - »Darauf komme ich gleich zu sprechen.«
Variante 3 - Verweisen Sie auf die nachfolgende Diskussion.
Variante 4 - Stellen Sie eine Gegenfrage.
Achtung: Begeben Sie nicht in eine Dialogsituation.
Wichtig:
Denken Sie stets daran, sich für die Frage zu bedanken. »Vielen Dank für Ihre Frage.«
Sie können Fragen auch ignorieren.
D.h. springen Sie nicht über jeden Stock,
der Ihnen vor die Füße geworfen wird.
Und falls Sie eine Notbremse brauchen, dann haben Sie sie hier: »Das ist sehr interessant und gibt mir die Gelegenheit, Folgendes zu sagen.«
Nun können Sie sich wieder den Punkten zuwenden,
die für Sie wichtig sind.
Was auch an Zwischenrufen und Anfragen während Ihres Vortrags geschieht, Sie behalten die Führung.
Tipp 6: Den roten Faden wiederfinden
Sollten Sie aus dem Konzept kommen,
haben Sie diese Möglichkeiten:
Sie wiederholen zusammenfassend das zuletzt Gesagte.
Sie bitten das Publikum, Fragen zu stellen.
Sie gehen auf einen anderen Punkt Ihrer Rede ein.
Sie erzählen eine Geschichte, ein Erlebnis, ein Beispiel.
Sie schlagen eine kurze Pause vor, »die wir alle wohl jetzt nötig haben.«
Der Griff zum Wasserglas oder zum Taschentuch,
wenn Ihnen nichts anderes mehr einfällt.
Seien Sie zuversichtlich,
Sie werden auch mit schwierigen Rede-Situationen fertig.
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