Online-Netzwerk-Lernen - Sinn-voll online lernen, persönlich erfolg-reich sein!
Online-Netzwerk-Lernen - Sinn-voll online lernen, persönlich erfolg-reich sein!
Sinn-voll online lernen, persönlich erfolg-reich sein!
Online-Netzwerk-Lernen
   Start   Artikel   Bücher/CDs   Denk-Anstöße   Tipps   Service   Über uns   Kontakt ?   Sitemap  
 
Start > Artikel > Rhetorik: Redet Ihr Körper?

Redet Ihr Körper?

von Dr. Hans-Henning Schmidt

Liebe Freunde der Rhetorik,

Ihr Körper sendet fortwährend körpersprachliche Signale. Ihre Gesprächspartner erhalten in der Tat mehr als die Hälfte der Information über Ihre Körpersprache. Hören und sehen Sie einmal mehr ganz genau hin!

Gelegentlich stieß Joe Mittermann auf Zeitschriften und Zeitungen, in denen die Körpersprache der Prominenten gedeutet wurde. »Was verraten die Hände, die Arme, die Miene?« - so lauten die Überschriften. Sensations-Gier und Effekt-Hascherei sind dabei nicht auszuschließen.

Nun hält Joe Mittermann mit sich selbst Zwiesprache: »Muss ich das auch alles beherrschen um erfolgreich zu sein?«, fragte er sich. Seine Meinung schwankte zwischen Ablehnung und Begeisterung. Er braucht eine Orientierung.

Grundlagen im Umgang mit der Körpersprache

Als erfahrener Rhetorik-Trainer möchte ich Ihnen gern einige wichtige Hinweise zum Umgang mit der Körpersprache mit auf den Weg geben.

Drei Grundsätze betone ich vorweg:

  1. Wir kommunizieren zu weit mehr als 50 Prozent
    über die Körpersprache.
  2. Wir reagieren unbewusst auf körpersprachliche Signale
    in der Kommunikation.
  3. Wir setzen vor allem auf unsere Wahrnehmung
    durch die Augen und die Ohren.

Achtung:
Wenn Sie in der Ratgeber-Literatur, z. B. zum Thema Bewerbung, auf ein Kapitel Körpersprache stoßen und Sie Listen mit 1:1 - Darstellungen finden, dann
schalten Sie Ihren Verstand ein.

Es gibt nämlich keine 1:1 - Beziehung in der Körpersprache. So kann z. B. das Trommeln mit den Fingern bedeuten: ich bin nervös oder ich bin ungeduldig oder ich mache auf mich aufmerksam.

Auf jeden Fall lernen wir im bewussten Umgang mit Körpersprache zweierlei:

  1. die Signale anderer besser wahrzunehmen
    und zu deuten,
  2. die eigenen Signale zu erkennen und zu kontrollieren.

Meine Tipps
zum Umgang mit der Körpersprache

Nachdem Sie sich ein paar Grundkenntnisse zur Deutung von Körpersprache verschafft haben, machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Denken Sie jedoch bei Ihren Wahrnehmungen daran, dass jeder von uns die Wirklichkeit auf seine Weise aufnimmt.

Tipp 1: Genau hin-hören & hin-sehen

Was Sie gesehen und gehört haben, reden Sie mit anderen darüber - sofern es möglich ist. Beachten Sie, dass Ihre Interpretation des Gesehenen und Gehörten in gleicher Weise subjektiv ist. Fehldeutungen und Täuschungen sind also überhaupt nicht ausgeschlossen. Sie müssen deshalb nicht verzweifeln, sondern bleiben Sie kritisch-fragend.

Für den bewussten Umgang mit Körpersprache brauchen Sie ein genaues Gehör, einen scharfen Blick und schließlich ein Gespür für die Situation. Letztlich sollen Sie die Antennen aller Ihrer Sinne ausfahren und empfangsbereit halten. Was Ihnen entgeht, z.B. die gerunzelte Stirn, die fallende Handbewegung, der abgewendete Oberkörper, das können Sie nicht für Ihren Kommunikationserfolg nützen.

Tipp 2: Wahrnehmung schulen

Für ein Wahrnehmungs-Training rate ich Ihnen zu Folgendem:

  1. Nutzen Sie Warte-Situationen - z. B. beim Arzt, an der Haltestelle, im Amt - um die Menschen Ihrer Umgebung zu beobachten. Das macht Spaß und ist für Sie lehrreich, weil stets etwas geschieht.
    Sie wissen doch: Man kann nicht nicht kommunizieren - natürlich nur im Beisein von anderen.

  2. Schalten Sie beim Fernsehen einmal den Ton ab und versuchen Sie zu begreifen, worum es in den Gesprächen und Handlungen geht. Noch besser ist diese Methode bei Video-Aufnahmen, denn da können Sie bei Wiedergabe-Wiederholung mit Ton prüfen, wie treffsicher Sie mit Ihrer Deutung waren.

  3. Warum sollte nicht das Imitieren von Körpersprache zum Gesellschafts-Spiel in fröhlicher Runde werden? Wer es am besten kann, hat anderen geholfen genauer hinzuschauen.

  4. Betrachten Sie aufmerksam Fotos von Personen in der Presse. In Redaktionen werden vor allem auch solche Aufnahmen zur Publikation ausgewählt, die sehr aussagekräftig sind, z.B. der zerknirschte Bürgermeister, der siegessichere Wahlkandidat, der wütende Trainer. Gerade Sportler-Fotos zeigen häufig körpersprachlichen Ausdruck unverfälscht.

Ich verweise auf Samy Molcho, der in dem Zusammenhang gemeint hat: »Liegen die Nerven bloß, spricht unser Köper besonders deutlich.«

Ein Buch-Titel von Samy Molcho: Körpersprache der Promis, erschienen im Goldmann Verlag. Am besten sind die Fotografien. Machen Sie sich selber Ihren Reim darauf.

Wussten Sie übrigens ...
... dass Samy Molcho vor Jahren ein berühmter Pantomime war?

Samy Molcho kann in einem Atemzug mit Marcel Marceau genannt werden. Mit dieser Kunstrichtung eröffnet sich uns eine weitere Quelle Körpersprache besser kennen zu lernen und zu verstehen. Das gilt überhaupt für die darstellenden Künste, sei es das Kabarett oder das Schauspiel.

So besagt eine Grundregel in der Schauspielkunst:
Erst wenn mit dem Körper alles gesagt ist,
tritt das Wort dazu.

Jetzt einige Bemerkungen zur eigenen Körpersprache.

Tipp 3: Gestik, Mimik und Haltung wahrnehmen

Achten Sie darauf, wie Sie sich selbst wahrnehmen und wie Sie mit Ihrer Gestik, Mimik und Haltung auf andere wirken. Verarbeiten Sie mitgeteilte Beobachtungen und Hinweise zu Ihrem körpersprachlichen Verhalten produktiv. Stellen Sie sich neugierig, offen und lernbereit dem Spiegel, der Ihnen mit Aufnahmen der Videokamera vorgehalten wird.

Tipp 4: Authentisch bleiben

Hüten Sie sich vor einstudierten Gesten, selbst wenn es der eine oder andere Ratgeber empfiehlt. Körperbewegungen dürfen sich nicht verselbständigen. Außerdem müssen Sie sich nicht an unrühmlichen Personen-Beispielen des 20. Jahrhunderts ein Beispiel nehmen. Bleiben Sie Sie selbst. Erkennen Sie Ihren eigenen Stil. Authentisch sein heißt auch hier die Devise.

Tipp 5: Gehen Sie aufrecht

Befreien Sie sich von ungeschickt wirkenden Körper-Signalen. Die Hände gehören mindestens in Taillenhöhe, wenn Sie reden. Die Schultern sind zurückgezogen, der Kopf gerade. Gehen Sie erhobenen Hauptes und in aufrechter Haltung durch die Straßen - und Sie werden spüren, welche Achtung Ihnen entgegengebracht wird.

Tipp 6: Übung macht den Meister

Körpersprache und innere seelische Bewegung gehören zusammen. Machen Sie einmal folgendes Experiment: Lassen Sie sich an den Händen fesseln und erzählen Sie eine Geschichte, eine Begebenheit. Wird Ihre Rede genauso frei und flüssig verlaufen als wenn Sie körperlich ungehindert wären?

Mein Fazit

Ich möchte eine Erfahrung aus meiner langjährigen Arbeit als Rhetorik-Trainer an den Schluss stellen:

Ich habe kaum ein Zuviel an Körpersprache erlebt,
eher ein Zuwenig und vor allem Ungeschicktes.

Also: Vertrauen Sie Ihrem Körper, wenn er redet.

Literatur-Tipps

Es gibt zahlreiche Literatur & Publikationen zu diesem Thema.
Ich empfehle folgende drei Buch-Titel:

Aktuelles Rätsel

Haben Sie Lust auf ein Rätsel?
Lust am Erinnern wünscht Ihnen

Ihr
Rhetorik-Experte Dr. Hans-Henning Schmidt
»Jederzeit überzeugt das treffende Wort«
E-Mail: Dr. Hans-Henning Schmidt

Ihre Kommentare, Ideen & Anregungen

- es sind noch keine Kommentare vorhanden -


Kommentar schreiben:
(für Antwort bitte E-Mail notieren!)

Name:
 

 

Aktuelle Tipps,
Bücher/CD´s, Artikel, Denk-Anstöße ...

Abonnieren Sie unseren Newsletter (Beispiel-Ausgabe).
Monatlich aktuelle Tipps zum Lernen - Gratis in Ihr Postfach!

E-Mail:

 

Artikel
Beruf/Karriere
Coaching
Delegieren
E-Mail
Entspannung
Lernen mit Methode
Mobbing
Persönlichkeit
Rhetorik
Schnell-Lesen
Selbstmanagement
Sprachkultur
Stress

Bücher/CDs
Bücher
CDs / Hörbücher
Geschenk-Tipps
Neuerscheinungen
Rezensionen

Denk-Anstöße
Inspiration
Motivation
Lyrik
Spaß
Zitate

Tipps
Software &
Tools-Tipps

Newsletter-Tipps
Link-Tipps
Regionales

Service
Downloads
Newsletter
Suche
Archiv
Hilfe
ONL - Online-
Netzwerk-Lernen

Kontakt

Ein Tipp für Freunde
Leser-Brief
ONL - Wir danken
unseren

Autoren
Partnern
Sponsoren

Gratis-Download


GABAL-Arbeitskreis
Aktive Lernmethoden :
eBook: Selbstlernen
»Aktive Lernmethoden«

Rhetorik
  Redet unser Körper?
Aktuelles Rhetorik-Rätsel
Praxis-Tipp Argumentation
Antritts-Rede Führungskraft
Rede-Struktur
Praxis-Tipps zur Damen-Rede
Praxis-Tipps zur Trauer-Rede
Praxis-Tipps zur Rede / Präsentation
Die Rede für die Familie
Bütten-Reden
Umgang mit Zitaten und Redewendungen
Dialekt oder Hochdeutsch - das ist hier die Frage
Atmung - Stimmführung - Artikulation
Ohne Lampen-Fieber geht es nicht - oder?
Am Anfang steht das Wort (2)
Am Anfang steht das Wort (1)
Bisherige Rätsel-Aufgaben
1 2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15 16
17 18 19
Bücher
Körper-Rhetorik
Keine Angst vor Kritik
Reden wie die Profis
Die Stimme wirkungsvoll einsetzen
Schwarze Rhetorik
88 Tipps für erfolgreiche Redner
Ihr könnt uns einfach nicht verstehen
Denk-Anstöße
Mit Vor-Freude(n) lernen - Rhetorik, Inspiration & Gedächtnis-Training
Das Ziel
Tipps
Management- & Rhetorik-Brief

An den Anfang der Online-Netzwerk-Lernen-Seite oben

Start   Artikel   Bücher/CDs   Denk-Anstöße   Tipps  
Service   Über uns   Kontakt

?   Sitemap

© 2001-2005, Online-Netzwerk-Lernen - das Online-Magazin, Impressum & Kontakt,
powered von strategie-B.de - Strategie- und Karriereberatung / Webdesign


Online-Netzwerk-Lernen -
das Online-Magazin für Alle, die sinn-voll online lernen und persönlich erfolg-reich sein wollen.
Einfach stöbern, mit dem Newsletter kostenlos aktuell informiert sein. Bei uns knüpfen Sie Kontakte, finden Sie viele Tipps, Ideen, Wissenswertes
rund um das Thema Online Lernen, Lehren, Persönlichkeit, Erfolg und Inspiration. Impulse für Ihr persönliches Selbstmanagement.