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Start > Artikel > Rhetorik: Dialekt oder Hochdeutsch ...
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Nur noch wenige wissen ... |
Meine Meinung
Ihre Persönlichkeit drückt sich im Sprechen aus.
Stehen Sie zu Ihrer regionalen Herkunft. Kein Dialekt ist besser oder schlechter als der andere.
Das Sprichwort »Jeder soll reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist« hat nur begrenzt Gültigkeit.
Wenn Sie merken, dass Ihr Dialekt im Gespräch störend wirkt, weil Sie nicht verstanden werden, bemühen Sie sich um eine hochdeutsche Aussprache. Ihr Gegenüber wird es Ihnen danken.
In der Regel sprechen Sie nicht Dialekt, sondern Umgangssprache. Damit zeigen Sie Ihre Identität mit der Region.
Versuchen Sie auch in Ihrer Sprechweise den Eindruck von Gemeinsamkeit mit dem Gesprächspartner zu erwecken.
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Faust-Regel: Je formeller und offizieller eine Rede- und Gesprächs-Situation und je mehr Ihr Gesprächs-Partner hochdeutsch spricht, um so mehr sollten Sie sich dieser Sprechweise annähern, jedoch nicht gekünstelt. Je lockerer, vertrauter, familiärer eine solche Situation ist, um so eher können Sie sich in der Umgangssprache bewegen. |
Meine Tipps zum Üben
Hier sind einige Übungs-Hinweise - wenn Sie sich
als Sachse auf das Hochdeutsche hinbewegen wollen:
- Vermeiden Sie bei A - E - I - O - U - Ä - Ö - Ü - AU - EU - EI einen Lippen-Breitzug und nehmen Sie eine Hochrund-Einstellung der Lippen vor.
- Stellen Sich als Übungs-Material Wörter zusammen, in denen die genannten Selbstlaute vorkommen.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Mund weit geöffnet ist. So entsteht der gewünschte Klang.
- Das A darf nicht wie O klingen: deshalb den Mund so weit wie möglich öffnen, die Zunge flach in der Mundhöhle liegen lassen mit Zungenspitzen-Kontakt zu den unteren Schneidezähnen.
- Das E in Beere darf nicht wie in Bären klingen: deshalb ist der Munde nur gering zu öffnen und sind die Lippen leicht breit zu ziehen.
- Das O darf nicht zum Zwielaut Ou werden. Denken Sie beim Sprechen nur an ein klares rundes O wie in Ofen, Bohne, usw.
- Um den Unterschied zwischen B und P, D und T, G und K zu erkennen, hilft Folgendes: Halten Sie Ihre Handfläche mit Abstand vor den Mund. Wenn Sie bei P, T, K einen Lufthauch deutlich spüren, haben Sie die richtige Aussprache. Sie können auch mit Ihrem stoßweisen Ausatmen eine Kerze zum Flackern bringen.
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Übrigens, Also bitte: |
Natürlich muss so ein Beitrag zum sächsischen Dialekt mit einem passenden Zitat von Lene Voigt beendet werden:
»Rächt hammse, ä gleenes häbbchen mähr Behärrschung gann uns allen beeden nischt schaden. Awer isses nich gud, daßmer ämal uff das Dema gegomm sin?«
In der nächsten Ausgabe knüpfe ich an Redewendungen und Zitate an und zeige ihren Nutzen in Reden und Vorträgen.
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IhrRhetorik-Experte Dr. Hans-Henning Schmidt
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