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Start > Artikel > Mobbing: Das Mobbing-Tagebuch
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| Art der Handlung |
Durch wen? |
Meine Empfindung | Anmerkung |
| 08.03.02, 08.30 Uhr | |||
| Trotz pünktlichem Eintreffen am Arbeitsplatz fällt die Bemerkung: «Na, auch schon aus-geschlafen?« | Chef Herr X |
Warum sagt er das? Das geht heute schon gut los. | Vielleicht ist er sauer, weil ich ihn gestern auf einen Fehler aufmerksam gemacht habe. |
| 12.03.02, 12.15 Uhr | |||
| Ich wollte gerade in die Kantine gehen: »Können Sie das Fax noch weg-schicken oder fallen Sie tot um, wenn Sie ein paar Minuten später essen gehen?« | Chef Herr X |
Ich könnte an die Decke springen. Vor allem hatte er so einen zynischen Ton drauf. | Bei anderen sagt er nie was, wenn die pünktlich zum Essen gehen. |
| 13.03.02 | |||
| Heute war mein Chef auf Dienstreise, irgendwie befreiend. Ich habe heute Nacht ruhiger geschlafen. | |||
| 14.03.02, 10.20 Uhr | |||
| Anruf: »Herr X erwartet bis um 15 Uhr den Schadensbericht Meier. Er sagt, er hat Ihnen das bereits letzte Woche mitgeteilt?«. | Sekretärin von X, Frau Z |
Die hatte auch so einen merkwürdigen Unterton in der Stimme. | Ich habe bis heute noch nichts von dem Bericht gewusst. Das fiel mir aber erst ein, als Frau Z aufgelegt hatte. |
| 14.03.02, 14.30 Uhr | |||
| Anruf: »Herr X sagte mir gerade, das mit dem Bericht hat auch noch Zeit bis morgen, dann können Sie alles in Ruhe prüfen.« | Sekretärin von X, Frau Z |
Das klang ja ganz freundlich. | Ich weiß wirklich nicht woran ich bin. |
| 14.03.02, 10.20 Uhr | |||
| In seinem Büro: »Eigentlich hatte ich letzte Woche den Bericht schon erwartet, aber Sie scheinen im Moment etwas überlastet zu sein. Das kann jedem mal passieren«. | Chef Herr X |
Er hatte so ein gütiges Lächeln, so väterlich. | Ich traue ihm nicht mehr so richtig über den Weg. In mir warnt mich etwas, ich weiß nicht was ich machen soll. |
Warnsignale wahrnehmen
Achten Sie auch einmal auf Ihre Wortwahl im Tagebuch. Ohne dass es Ihnen bewusst ist schildern Sie nämlich, was in Ihnen vor sich geht. Ihre Krankheitssymptome werden von Ihnen bereits recht präzise beschrieben durch Sätze wie:
- Das ist mir auf den Magen geschlagen.
- Da bleibt mir glatt die Luft weg.
- Darüber zerbreche ich mir den Kopf.
- Daran habe ich zu knabbern.
- Das lässt mir keine Ruhe.
- Das raubt mir den Schlaf.
- Ich kann es nicht mehr hören.
- Ich muss hier alles schlucken.
- Ich muss mich zusammen reißen.
Das heißt, Ihr Körper sendet Ihnen über die Sprache vielfältige Warnsignale, die Sie durch das Führen eines Mobbing-Tagebuchs bewusst und rechtzeitig wahrnehmen.
Beantworten wir im folgenden einige Fragen aus dem Leserkreis zum Umgang mit Mobbing-Situationen.
Autoren-Kontakt
Was haben Sie für Erfahrungen mit dem Thema Mobbing gemacht? Ich freue mich auf Ihre Post.
Jürgen W. Goldfuss
MTD Marketing - Training - Dokumentation
E-Mail: juergen-goldfuss@online-netzwerk-lernen.de
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