von
Jörg Petermann
Als ich das Bild das erste Mal sah, hat es mich spontan beeindruckt. Gedanken versunken ging ich der Frage nach, was mich an diesem Bild so beeindruckt? Ich spürte, dass mich das Bild auf eine noch unbekannte geheimnisvolle Weise mit wichtigen Erlebnissen verband. Was hat mich daran inspiriert?
Einen Moment tauchte ich in Gedanken ab. Lebhafte Erinnerungen aus meiner Kindheit kamen mir plötzlich wieder in den Sinn. Ein konkretes Bild hatte ich nicht. Dennoch spürte ich für einen Moment genau, wie der Kleine sich da fühlte.
In Gedanken legte sich meine warme weiche Kinderhand mit grenzenlosem Vertrauen in die gebotene beschützende Hand meiner Mutter. Ungeduldig wie ich war, wollte ich die nächsten Schritte gehen. Die helfende Hand stützte mich. Sie half mir, eine völlig neue Erfahrung zu machen. Gab es neben meiner bisherigen Art mich fortzubewegen noch eine andere Art? Ich wurde immer neugieriger.
Unbekümmert von etwaigen Fehlversuchen wollte ich es wissen. Endlich war es soweit. Ich stand das erste Mal aufrecht. Meine Freude war groß. Mit stolzer Brust, wackelig und mehr recht als schlecht - erstrahlte mein Gesicht überglücklich. Und wie ging es nun weiter? Ich verrate Ihnen kein Geheimnis - der erste Schritt folgte sehr bald darauf.
Seit diesem Erlebnis sind nun einige Jahre ins Land gegangen. Inzwischen habe ich mehrmals im meinem Leben das »Laufen gelernt«. Nicht immer war es leicht, die ersten Schritte zu tun. Von den ersten Gehversuchen bis zur Meisterschaft ist der Weg bisweilen steinig, verschlungen und anstrengend. Die unbändige Freude über den Erfolg verspüre ich jedoch heute immer wieder.
Mit besonderer Dankbarkeit erinnere ich mich an die Momente, in denen mir Menschen ihre helfende Hand geboten haben. Manchmal sind sie die ersten Schritte mit mir gemeinsam gegangen. Andere haben mich auch ein Stück des Weges begleitet. Es war wichtig, zur rechten Zeit die richtigen Menschen zu treffen. Mit helfenden Händen konnte ich besser und schneller vorankommen.
Was habe ich daraus gelernt?
Einen neuen Weg selbst zu beschreiten, ist eine gewaltige Herausforderung. Allein des Weges zu gehen braucht sehr viel Zeit und Kraft. Beides haben wir nur begrenzt zur Verfügung. Fehlversuche kosten viel Energie.
Ich kann mir viel Ärger und Zeit ersparen, wenn ich auf meinem Weg vom Wissen anderer profitiere. Das bringt mich noch schneller ans Ziel meiner Wünsche.
Was muss ich dafür tun?
Es tut mir gut, wenn ich mich gelegentlich an das unbekümmerte Kind in mir erinnere. Wie neugierig war ich damals? Was sagt meine innere Stimme heute?
Vertrauen zu fassen mag mit zunehmender Lebenserfahrung schwieriger werden. Wer sich mutig ein Herz fasst, wird reichlich belohnt werden. Lassen Sie sich darauf ein!
Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen!