Jede neue Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Dieser will sicher gut überlegt sein - schätzen Sie das Risiko beim Delegieren ab und kalkulieren Sie sicher, denn: Wer wagt, gewinnt!
Beim Stichwort Delegieren denken viele sicherheitsorientierte Menschen zuerst an das Risiko - und weniger an die Chance. Selbstverständlich birgt jede Entscheidung im Leben einen gewissen Risiko-Faktor. Es wäre nahezu selbstmörderisch für die Karriere, wenn man sich vor dem Delegieren nicht mit eventuell auftretenden Problemen beschäftigen würde.
Viele der Hemmnisse sind aber eher psychologischer als sachlicher Natur.
Die Angst vorm Versagen
Da ist zum ersten die Angst vorm Versagen - auf beiden Seiten.
»Kann der Mitarbeiter das überhaupt?« oder
»Schaffe ich das?«
sind legitime Fragen, die ernst genommen werden müssen.
Der Chef muss sich darüber im Klaren sein, was er von dem Mitarbeiter erwarten kann, wieweit der Mitarbeiter »lern- und ausbaufähig« ist. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter müssen alle anstehenden Fragen diskutiert werden.
Der etwas ängstliche Mitarbeiter muss ermutigt werden. Ein bisschen »Kribbeln im Bauch« hat dem späteren Erfolg noch nie geschadet.
Der »Draufgänger-Typ« wiederum muss vielleicht etwas gebremst werden in seiner Begeisterung.
Dem »Überflieger« sollte signalisiert werden, wo unter Umständen Risiken liegen, die er leicht übersehen kann.
Und nicht zuletzt: Die eventuellen Risiken und Folgen eines Scheiterns sind allen Beteiligten klar vor Augen zu führen, damit die Arbeit mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit und Präzision ausgeführt wird.
Das gemeinsame Ziel ist wichtig
Nun treffen beim Delegieren häufig zwei Denk- und Betrachtungswelten aufeinander. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch hat seine eigenen Erfahrungen, seinen eigenen Arbeitsstil. Wenn der Chef nun erwartet, dass der Mitarbeiter eine Tätigkeit genauso ausführt wie der Chef es selbst tun würde dann ist Enttäuschung vorprogrammiert. Deshalb ist eine Diskussion über das Wie und den Weg dorthin meist nicht sehr fruchtbar. Empfehlungen über einen bestimmten Weg zum Ziel können sinnvoll sein, aber keine Vorschriften über den richtigen Weg. Denn: einzig und allein entscheidend beim Delegieren ist das Erreichen eines vereinbarten (und messbaren) Ziels.
Vorteil - Synergie durch Delegieren
Ein großer Vorteil beim Delegieren ist das Entdecken und Aktivieren von Synergien im Unternehmen. Jeder Mitarbeiter hat andere Denkansätze, Fertigkeiten und Energie-Potenziale. Durch den Austausch der unterschiedlichen Punkte entstehen immer wieder überraschende neue Denkansätze, die sich befruchtend auf die Arbeit der ganzen Abteilung auswirken können.
Eine Tätigkeit, der man gerne nachgeht, die einem Spaß macht, wird auch das verborgene Leistungs-Potenzial eines Mitarbeiters aktivieren. Die Identifikation mit dem Resultat der Arbeit steigt. Der Blick auf die Uhr und der Gedanke an den Feierabend wird sich nicht so schnell einstellen wie bei den üblichen Routine-Tätigkeiten.
Schlussfolgerungen
Wem das Risiko beim Delegieren zu groß erscheint, der sollte die Arbeit erst einmal in kleinere »Häppchen« aufteilen, die delegiert werden. Anschließend kann er sich ohne Schweißausbrüche von den Fortschritten überzeugen.
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