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Start > Bücher/CDs > Alle Bücher > Good LifeMalte W. Wilkes: Good Life. Ein Marketingroman»USP verlangt in der Werbung ein Nutzenversprechen, ZusammenfassungNie war Marketing so spannend wie in diesem Wirtschaftsroman! Anlässlich einer Produkteinführung kommt es zu einem Marketingwettlauf zweier Unternehmen. Die Köpfe der Kampagnen sind alte Bekannte - und erbitterte Feinde! Um das Rennen zu gewinnen, kommen nun die modernsten Methoden des Marketing zum Einsatz ... Unterhaltsames MarketingWie funktioniert modernes Marketing? Fachliteratur zum Thema gibt es zu Genüge, ihr Unterhaltungswert hält sich jedoch in Grenzen. Dass informative Marketingbücher auch Spaß machen können und Marketing alles andere als ein trockenes Thema ist, zeigt Malte W. Wilkes: sein spannender Roman blickt hinter die Kulissen der Unternehmensberatungen und Industrie. Jo Pass liebt Jazz, gutes Essen, schöne Frauen und ist ein genialer Unternehmensberater. Anlässlich seiner Marketing-Kampagne für das Arzneimittel »Good Life« trifft er auf seinen alten Rivalen Claus Culter, der die Kampagne für das Konkurrenzprodukt anführt und versucht, Pass auszustechen. Doch der wehrt sich: mit den modernsten Methoden des Marketing reagiert er auf die Angriffe seines Konkurrenten. Heikel an diesem Marketingwettlauf ist, dass ausgerechnet Culter Pass einst seine große Liebe abgeworben hatte. So entbrennt zwischen den beiden nicht nur ein harter Kampf um Marketingkonzepte, Macht und Geld, sondern auch um die Liebe. Malte W. Wilkes verknüpft Fachinformationen zum modernen Marketing und eine mit Tempo, Witz und Einfühlungsvermögen erzählte Geschichte. Der Roman spielt in der Welt der großen Unternehmensberatungen und der (Pharma-)Industrie und bietet einen mikroskopischen Blick hinter die Kulissen. Die Handlung zu einem guten Teil in der Pharma-Branche anzusiedeln, hat für das Marketing-Thema eine besondere Bedeutung und Brisanz: bei Arzneimitteln sind die Preise identisch, so dass eine marketingtechnische Differenzierung der Produkte nicht über den Preis erfolgen kann - und da wird es aus Marketingsicht besonders spannend. Die Romanform bietet neben unterhaltsamer Information noch einen weiteren Mehrwert: Der Autor hat Charaktere geschaffen, die nicht nur als Sprachrohr für Informationen dienen, sondern ein Innenleben haben und mit all ihren Gefühlen, Sorgen und privaten Nöten in der modernen Unternehmenswelt zurechtkommen müssen. So ist das Buch auch für alle LeserInnen empfehlenswert, die sich für die menschliche Seite des »business« interessieren. Lese-Probe8.-11. Dezember nachmittags Ein echter Manager schwitzt nicht. Höchstens wenn er Sport treibt. Dann ist er zwar etwas erhitzt, doch niemals ist er in profanem Schweiß gebadet. Aber im kühlen Seminarraum des altehrwürdigen Sheraton Airport in Frankfurt schauten elf Manager gebannt zu, wie Richard Frieler, dem Leiter Product Management der Strother Pharma, das Wasser nur so herunterlief. Es war purer Angstschweiß. Bei mir, Jo Pass, Unternehmensberater, von Freund und Feind als Marketing-Guru bezeichnet, Buchautor und »Berater des Jahres«, war der sichtbare Glanz auf meiner Stirn und um meine Augen Resultat schierer Erregung. Mein Freund und Assistent Simon Jung hätte dazu Lust gesagt. Die unbändige Lust, jemanden fertig zu machen. »Erklären Sie dem erlauchten Publikum einmal genauer, warum Ihrer Meinung nach eine Unique Selling Proposition, vulgo USP, mit einer Positionierung gleichzusetzen ist«, höhnte ich schelmisch lächelnd und wies dabei in die kleine Runde der anwesenden Seminarteilnehmer. Die Jung-Managerin hinter dem Teilnehmerschild »Karin Wagner« mit dem selbst gemalten Smiley notierte sich krampfhaft etwas auf ihrem Notizblock. Dabei beugte sie sich so weit vor, dass ihr die schwarzen Haare ins Gesicht fielen und ich ihre Augen nicht mehr sehen konnte. Ihre Beine jedoch schauten unter dem Tisch hervor: schwarze Hose und rote Pumps standen wie Soldaten nebeneinander. »USP«, hub Frieler an, und seine Stimme war etwas brüchig, »USP verlangt in der Werbung ein Nutzenversprechen, das die Menschen zum Handeln veranlasst. Es muss also ein einzigartiges, Kauf auslösendes Nutzenversprechen sein. Rosser Reeves, der großartige US-Werber, entwickelte diesen Ansatz in den frühen 40er-Jahren«, fügte er hinzu und schaute triumphierend in die Runde. Seine braune Kordhose und seine Schnürschuhe passten gut zusammen. In der Kombination mit dem weißen Hemd, der unifarbenen Krawatte und dem braunkarierten Pullunder zeigte sich der 52-jährige Frieler allerdings als konservativ und jenseits der aktuellen Mode. »Ja, und er ist 1911 geboren. Schön, dass Sie auch die Literatur gelesen haben.« Ich lehnte mich mit meinen vollen 127 Kilo in dem für mich unbequemen Seminarstuhl zurück und grinste meinen Partner Simon an, reckte und streckte mich über meine ganze Länge von einem Meter neunzig. Jetzt konnte es endlich losgehen. Der kleine, belanglose Streit verbarg meine auffällige Missstimmung. Hatte ich es nicht gleich gewusst dieses blöde Seminar war ein hirnrissiger Einfall. Weiterlesen Ihre Kommentare, Ideen & Anregungen- es sind noch keine Kommentare vorhanden -
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